Journal #03: Macht. Krieg
Wir leben im Krieg. Nicht in dem Krieg, den wir aus den Geschichtsbüchern kennen. Der Krieg, in dem wir leben, ist nicht erklärt worden, hat keinen Anfang und kein Ende und keine Frontlinie, die sich auf Karten einzeichnen ließe. Und doch ist er da. Untersuchen wir ihn.
Wer Verantwortung trägt, muss den Krieg der Zukunft lesen und verstehen lernen. Wir sprechen von gestörten Lieferketten, verweisen auf die Regeln großer Plattformen, operieren mit einem Geflecht von Sanktionen und beklagen allgemeine Desinformation. Alles, nur kein Krieg. Dabei geraten ganze Industrien ins Stocken, verlieren Unternehmen über Nacht ihre Sichtbarkeit in Märkten, verlieren Staaten den Zugang zu globalen Finanz- und Kommunikationssystemen und verschieben sich gesellschaftliche Wahrnehmungen in ganz überraschende Richtungen. Diese Phänomene erscheinen als einzelne, voneinander getrennte Ereignisse. Tatsächlich sind sie Ausdruck desselben Musters: gezielte Eingriffe in fremde Systeme, die darüber entscheiden, wer handeln kann – und wer nicht.
Das Problem ist nicht, dass wir diesen Zustand nicht erleben, sondern dass wir keine Sprache dafür haben. Unser Verständnis von Krieg ist an eine Welt gebunden, die es so nicht mehr gibt. Wir erwarten sichtbare Gewalt, territoriale Auseinandersetzungen, klar identifizierbare Akteure. Wir erwarten eine Eskalation, die den Übergang vom Frieden in den Krieg markiert. Genau diese Form von Klarheit bleibt häufig aus. Der Konflikt unserer Zeit kennt keine eindeutige Schwelle. Neben offener Gewalt stehen viele kleine Verschiebungen, die sich überlagern und verstärken. Was früher Ausnahme war, wird zum Dauerzustand.
In mehreren großen Essays wagen wir den großen Blick auf den Krieg: Wer führt ihn? Wie lässt er sich managen? Was kannst du in deinem Unternehmen tun? Das neue "The Elephant" Journal, nur echt auf 56 Seiten. Hier abonnieren und direkt in den Briefkasten bekommen.
Das „The Elephant“ Journal #03 bringt dazu unterschiedliche Perspektiven zusammen: Beiträge von Mathias und Michael, ein Gastbeitrag von Thorsten Schmelz von Walbusch und einem Plakat für die Wand hinter deinem Schreibtisch.
Mit dieser Ausgabe haben wir erneut unser Creator-Konzept umgesetzt. Du bist Creator? Dann wählst du mit aus, welche Themen ins Journal müssen. Und wir integrieren deine Thesen, Einsichten und Fragen in die Texte. Schließlich soll das Journal zuallererst eine Plattform sein, auf der wir gemeinsam über die zentralen Themen unserer Zukunft nachdenken. Willst du mit uns den Deep Dive wagen, dann werde hier Creator.
Wir wissen: Das ist neu in der Medienlandschaft. Wer das Konzept daher zunächst testen will: Creator Light ist das Einstiegsmodell. Ein Journal planen und mitschreiben – risikofrei für 0 €. Einfach eine Mail an journal@carls-zukunft.de schicken und du bist dabei.