An der Stimme erkennen wir die KI nicht mehr. Daniel Keinrath von fonio
Sie klingt nicht müde. Sie macht keine Fehler aus Unachtsamkeit. Und sie fragt nicht nach Feierabend.
Daniel Keinrath hat fonio gegründet und baut Stimmen, die einfach funktionieren. Seine KI telefoniert, bucht Termine, beantwortet Fragen – so gut, dass der Unterschied zum Menschen nebensächlich wird. Nicht, weil sie menschlich sein will, sondern weil Effizienz irgendwann überzeugender ist als Authentizität.
Daniel rechnet nicht mit Zukunft, sondern mit Gegenwart. Wer wartet, bis KI perfekt ist, verliert Zeit. Und wenn es etwas gibt, das fonio nicht hat, dann ist es Zeit. Die Nachfrage wächst exponentiell, das Angebot auch: In Kürze kommt zum Sprechen und das Schreiben hinzu. Dann kümmert sich die KI von fonio auch um Emails und Nachrichten.
Daniel betont: Der Durchbruch passiert nicht beim letzten Prozent Natürlichkeit, sondern dort, wo es praktisch wird. fonio setzt deshalb nicht auf ein allwissendes Modell, sondern auf ein Orchester spezialisierter Systeme: zuhören, verstehen, antworten – modular, austauschbar, auf europäischer Infrastruktur. Unabhängigkeit als Architekturprinzip.
Dahinter steckt eine größere These: Technologie ist kein Selbstzweck, sondern ein Hebel. Entlastung statt Ersatz. Wertschöpfung dort, wo heute noch Warteschleifen, Überlastung und verpasste Anrufe stehen. First-Level-Support als einer der größten Arbeitsmärkte der Welt – und einer der repetitivsten. Wer hier automatisiert, gewinnt Zeit, nicht nur Kosten.
Unbequem wird es beim Wissen. KI zeigt gnadenlos, was Unternehmen nie sauber aufgeschrieben haben. Implizite Erfahrung ist kein Schutzraum mehr, sondern ein Risiko. Struktur schlägt Bauchgefühl.
Am Ende bleibt eine Freiheit, die Druck macht: Europa kann Weltklasse bauen. Nicht mit moralischem Bonus, sondern mit besseren Produkten. Der riskanteste Schritt ist, ihn nicht zu gehen.
Zu Gast:
Daniel Keinrath, Gründer von fonio.
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